Schweißen ist in vielen Branchen eines der gängigsten Verfahren in der Produktionskette. Es ermöglicht das Verbinden von Metall- oder Kunststoffteilen. Dieser Prozess birgt das Risiko, unter potenziell gefährlichen Bedingungen, wie beispielsweise hohen Temperaturen, zu arbeiten. Um die Prozesse zu optimieren und die Sicherheit zu erhöhen, setzen immer mehr Unternehmen Schweißroboter ein.
Wie sieht Roboterschweißen aus?
Das für Schweißprozesse eingesetzte Gerät ist ein Schweißroboter bzw. eine robotergestützte, automatische Schweißstation. Da Schweißen für die Herstellung von Gütern unterschiedlichster Art und Größe unerlässlich ist, ist es wichtig, dass die Maschinen auf die spezifischen Bedürfnisse des Unternehmens zugeschnitten sind. Dadurch kann das Roboterschweißen sowohl für einfachste als auch für komplexeste und anspruchsvollste Arbeitsgänge eingesetzt werden.
Schweißroboter bestehen aus mehreren Basiskomponenten. Sie verfügen über Arme, mit denen Schweißnähte mittels verschiedener Verfahren – Punkt-, Lichtbogen-, Laser-, MIG- oder WIG-Schweißen – erzeugt werden können. Reinigungselemente ermöglichen die Wartung. Moderne Bildverarbeitungssysteme gewährleisten die Qualität und Wiederholgenauigkeit der ausgeführten Arbeiten. Es ist auch möglich, eine Schweißzelle, einen Bestandteil der Produktionshalle, beispielsweise eine spezielle Roboterschweißstation, zu realisieren. Diese umfasst unter anderem Manipulatoren, die das Werkstück drehen können. Die geschlossene Bauweise gewährleistet die Sicherheit, da die Maschine durch Schutzwände abgetrennt
Anwendungen im Bereich des Roboterschweißens
Wenn sich Ihr Unternehmen für die Implementierung der Robotisierung der Produktion entscheidet, lohnt es sich, auch die Schweißautomatisierung mit einzubeziehen. Sie ermöglicht deutliche Verbesserungen der Schweißqualität und beschleunigt die Produktionsprozesse. Dies führt zu konkreten Vorteilen für Ihr Unternehmen: Der Durchsatz in der Produktionsanlage wird erhöht, Fehler und damit verbundene Reklamationen werden vermieden. Durch die Implementierung dieser Lösung ist der Schweißprozess nicht mehr vollständig von menschlichen Eingriffen abhängig, sodass die Qualität und Wiederholgenauigkeit der Schweißnähte nicht mehr von Ermüdung oder individueller Erfahrung abhängen. Roboterschweißen kann sich daher nicht nur für große Unternehmen lohnen, die eine vollständige Robotisierung und Automatisierung umsetzen. Unternehmen aus Branchen wie der Automobil-, Bau-, Elektronik- und Haushaltsgeräteindustrie nutzen diese Art von Anlagen bereits. Auch in Unternehmen der Schwerindustrie ist Roboterschweißen ein fester Bestandteil der Arbeitsabläufe.
Vorteile des Roboterschweißens
Das robotergestützte Schweißen bietet Unternehmen zahlreiche Vorteile, sowohl in wirtschaftlicher Hinsicht als auch hinsichtlich der Organisation des Arbeitsalltags. Experten weisen darauf hin, dass Schweißen zu den unfallträchtigsten Berufen zählt. Arbeiter sind Verbrennungen, Augenverletzungen sowie Lungen- und Bronchialerkrankungen durch das Einatmen giftiger Dämpfe ausgesetzt. Der Einsatz von Maschinen reduziert unter diesen Bedingungen das Unfallrisiko und verbessert die Arbeitsbedingungen der Mitarbeiter.
Die Investition in Roboterschweißanlagen kann sich in relativ kurzer Zeit amortisieren. Das Unternehmen senkt die Kosten für Ausschuss, Reklamationsbearbeitung und die Bereitstellung von Fachpersonal. Die Mitarbeiter können sich durch den Wechsel in andere Positionen weiterentwickeln, was das Wachstum und die Entwicklung des Unternehmens fördert. Bei der Einführung der Schweißautomatisierung entscheiden sich Unternehmen häufig auch für weitere Modernisierungen ihrer Produktionslinien. Es werden effizientere Materialwege für spezifische Produktionsstufen sowie optimierte Lagermethoden für Bauteile entwickelt. Dies verkürzt den gesamten Prozess, eröffnet dem Unternehmen neue Produktionskapazitäten und ermöglicht eine bessere Nutzung der verfügbaren Ressourcen.
