Die Pandemie und die unsichere Wirtschaftslage der letzten Jahre haben deutlich gemacht, wie wichtig es für Unternehmen ist, unnötige Kosten zu eliminieren, um wettbewerbsfähig zu bleiben und sich am Markt zu behaupten. Viele Unternehmen haben sich für die Optimierung der Produktionskosten entschieden, d. h. sie analysieren die Produktionsprozesse, um Änderungen zur Senkung der Kosten umzusetzen. Die Automatisierung und Robotisierung von Produktionsprozessen werden zu diesem Zweck zunehmend eingesetzt. Wir stellen die Vorteile dieser Verfahren vor und vergleichen sie mit den Ergebnissen traditioneller Optimierungsmethoden.
Was versteht man unter Produktionskostenoptimierung?
Optimierung bedeutet nicht nur die Senkung der Produktionskosten, sondern den gesamten Prozess, der zu einer solchen Senkung führt. Eine detaillierte Analyse aller kostenbeeinflussenden Faktoren ist unerlässlich. Dabei sollten sowohl direkte Kosten, wie der Energieverbrauch von Maschinen, als auch indirekte Kosten, wie Reparatur- und Wartungskosten, berücksichtigt werden. Beispielsweise ist die Aussage, der Einsatz eines bestimmten Geräts in einem Produktionsprozess sei unrentabel, weil es zu viel Energie verbraucht, eine zu einfache Erklärung, die die Effizienz und Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens nicht verbessert, solange nicht andere, möglicherweise kostenintensivere Faktoren analysiert werden.
Kostenoptimierung mit traditionellen Methoden
Die Senkung der Produktionskosten kann man mit traditionellen Methoden erreichen, die nicht direkt mit der eingesetzten Technologie zusammenhängen. Zunächst ist es wichtig, die einzelnen Arbeitsschritte auf mögliche Einsparpotenziale zu prüfen. Verluste können durch hohe Abfallmengen entstehen, die an einer Stelle im Produktionsprozess anfallen. Beispielsweise können die Wartung bestimmter Anlagen oder die Beschaffung schwer erhältlicher Ersatzteile im Falle einer Störung Kosten verursachen, die in keinem Verhältnis zum Gewinn stehen. Die Optimierung der Produktionskosten kann daher Verhandlungen mit Rohstoff- oder Anlagenlieferanten oder die Suche nach neuen Bezugsquellen erfordern. Hohe Kosten können auch durch eine ineffiziente Finanzplanung der einzelnen Produktfertigungen entstehen. Potenziell profitablere Produkte werden beispielsweise zu niedrig angesetzt. Darüber hinaus darf der menschliche Faktor bei der Optimierung nicht außer Acht gelassen werden. Jede Innovation in der Produktion erfordert Mitarbeiterschulungen – mangelnde Schulung kann zu unsachgemäßer Maschinenbedienung und damit zu finanziellen Verlusten für das Unternehmen führen. Durch die Schulung der Mitarbeiter lassen sich zudem kostspielige Neueinstellungen und externe Personalbeschaffung vermeiden.
Automatisierung der Produktion zur Kostensenkung
Die Automatisierung der industriellen Produktion gewinnt zunehmend an Bedeutung für die Senkung der Betriebskosten. Unternehmer entdecken, dass viele Produktionsprozesse weniger menschliches Eingreifen erfordern und automatisiert werden können. Moderne Technologien und Maschinen lassen sich selbst in kleinen Betrieben für wiederkehrende Aufgaben unter konstanten Umgebungsbedingungen einsetzen. Maschinen erledigen dieselben Aufgaben schneller und ohne Qualitätseinbußen. Dies ermöglicht eine höhere Produktionseffizienz. Anders als viele Unternehmer befürchten, geht Kostensenkung nicht auf Kosten der Mitarbeiter. Zwar lässt sich menschliches Eingreifen reduzieren, doch bedeutet das nicht, dass Mitarbeiter keine Maschinen mehr bedienen müssen. Vielmehr können sie für anspruchsvollere Aufgaben eingesetzt werden, ihre Fähigkeiten weiterentwickeln und so die Unternehmensentwicklung, die Wettbewerbsfähigkeit und die Produktionskosten weiter steigern. Investitionen in neue Technologien und industrielle Automatisierung sind daher Investitionen in höhere Unternehmensrentabilität, schnellere Arbeitsabläufe sowie bessere Entwicklungsmöglichkeiten für die Mitarbeiter und mehr Sicherheit.
